Aufgeld

Goldbarren & Goldmünzen © Eigenes Bild

Aufgeld beim Kauf von Gold & anderen Edelmetallen

Wer eine Goldmünze mit 1 Unze Feingold beim Edelmetallhändler oder einer Bank kauft, zahlt stets mehr als es der „Goldspot“, also der allgemeine Goldpreis am Weltmarkt, gerade zeigt. Diese Differenz, also die Mehrkosten einer Gold-, Silber- oder Platinmünze beim Kauf gegenüber dem aktuellen Kurs des Metalls wird als „Aufgeld“ bezeichnet.

Wie setzt sich das Aufgeld zusammen?

Die Herstellung, der Handel und die Lagerung von Edelmetallprodukten verursachen Kosten. Zudem müssen auch die Edelmetallhändler beim Verkauf ihrer Produkte einen Gewinn erwirtschaften, um ihr Geschäft zu betreiben.
All diese Kosten stecken im Aufgeld, das man als Anleger für physisches Gold, Silber, Platin… zahlt.

Ist das Aufgeld immer gleich?

Nein, die Aufgelder verschiedener Gold-, Silber- oder Platinprodukte unterscheiden sich mitunter deutlich voneinander. Generell lässt sich feststellen, dass der Aufschlag bei Barren in der Regel geringer ausfällt als bei Münzen.
Aus dem einfachen Grund, dass Barren in der Regel in der Herstellung weniger Kosten verursachen als das Prägen einer Münze.Auch die Stückkosten machen einen Unterschied beim Aufgeld. Wenn Sie zehn Stück 1/10 Unze Goldmünzen kaufen, werden sie in Summe für die gleiche Menge Gold mehr bezahlen, als wenn Sie eine 1/1 Unze Goldmünze kaufen.

Dazu kommt auch das Marktprinzip von Angebot und Nachfrage. Bei erhöhter Nachfrage und/oder verringertem Angebot eines physischen Goldprodukts können Verkäufer die Aufgelder erhöhen, weil Käufer bereit sind diese zu bezahlen.

Als während des ersten Corona Lockdowns die Nachfrage nach physischem Gold rapide anstieg und es in Folge zu Nachschubproblemen bei Münzen und Barren kam, konnten auch die Händler die Aufgelder erhöhen. Auch die Verfügbarkeit und Gängigkeit eines Produkts hat dadurch Einfluss auf die Preisaufschläge. Für gängige Goldmünzen fällt der Aufschlag geringer aus als für “Exoten“.

Steuern bei Gold und anderen Edelmetallen.

Während Gold in Österreich, wie in der gesamten EU, steuerfrei ist, unterliegen andere Edelmetalle (Silber, Platin oder Palladium) der Umsatzsteuer. Schon allein das, macht diese Produkte im Vergleich zu Geld im Kauf erst einmal teurer.

Während die Kosten für Herstellung, Handel und Lagerung bei Silberprodukten ähnlich denen von Gold sind, machen sie jedoch im Verhältnis zum geringeren Materialwert einen höheren Prozentsatz aus.

Übliche Aufgelder bei Gold & Silber

In den letzten Monaten und Jahren lagen die Aufgelder für Gold in gängigen Stückelungen in etwa zwischen 2% und 5%, wobei eben das Aufgeld bei Barren stets unter dem von Münzen lag.

Für Silberprodukte lagen die Aufgelder lange zwischen 25% und 30%. Durch das Ende der gängigen Differenzbesteuerung stiegen diese im Oktober aber auf bis zu 50%(!)  bei Silbermünzen.

Gold mit geringem Aufgeld kaufen

Wenn Sie Gold und andere Edelmetalle mit möglichst geringen Aufgeldern kaufen möchten, empfiehlt sich also der Kauf gängiger Produkte in großer Stückelung.

Doch Vorsicht! Nicht immer ist das vermeintlich günstigste Angebot auch das Beste für Sie und Ihre individuelle Situation. Je nachdem, welches Ziel Sie mit ihrer Goldanlage verfolgen, können neben dem Aufgeld auch andere Eigenschaften wichtig sein. Kommen Sie jederzeit zu einem persönlichen, unverbindlichen und seriösen Beratungsgespräch in eine unserer Filiale.

Wir machen uns in einem persönlichen Gespräch ein Bild von Ihren Beweggründen, in Gold zu investieren. Darauf aufbauend erarbeiten wir gemeinsam eine für Sie persönlich maßgeschneiderte Stückelung, aus den für Sie am besten geeigneten Metallen.

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